Der Trialog

 

 

Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige sowie Professionelle, 

die beruflich in der Psychiatrie arbeiten – sie alle sind auf 

ihre Weise Experten mit ihren ganz eigenen Sichtweisen.

 

In trialogischen Seminaren können diese unterschiedlichen 

Sichtweisen und Erfahrungen zur Sprache kommen 

und gleichberechtigt nebeneinander stehen.

 

Insbesondere die Begegnung und der Erfahrungsaustausch 

von Betroffenen und Angehörigen ohne gemeinsame

Geschichte und Verflechtung ermöglicht ein besseres

Zuhören und neue Erkenntnisse.

 

Nicht zuletzt können auch Therapeuten für ihre berufliche

Praxis viel lernen. Unser Ziel ist es, ein menschliches

Bild psychischer Erkrankungen und Krisen zu fördern,

Vorurteilen entgegenzuwirken und ein gegenseitiges

Verständnis zu ermöglichen. Wir wählen dafür den denkbar

einfachsten Weg: miteinander zu reden und sich gegenseitig zuhören.

 

  • im Trialog kommen Helfende, Betroffene und Angehörige an einem Ort zusammen und reden miteinander

          zu einem bestimmten Thema

  • andere Bezeichnung für diese mehrperspektivische Kommunikationsform sind
    Psychose-Seminare, Psychiatrie-Forum, Psychose-Trialog usw.
  • in einem Trialog helfen sich die Teilnehmenden
    gegenseitig durch ihr Erfahrungswissen
  • In einem Trialog geht es um die Bilder,
    die man von einer Krankheit haben kann,
    um die Möglichkeiten zur Bewältigung einer Krankheit
    und um mögliche Lösungswege
  • Trialoge tragen zur Entscheidungsfindung bei,
    lassen selbstbewusster werden,
    machen Mut zum Sinn des Eigenen
    und Mut zur Veränderung
  • In einem Trialog soll es nicht
    um Krankheitsursachen, um Behandlungsmethoden
    oder um Regeln im Umgang mit einer Erkrankung gehen.

 

 

 

Die Angst vor dem Verrücktwerden hat dazu geführt, dass der Umgang mit psychisch Kranken über Jahrhunderte eine Geschichte des Ausgrenzens und Versteckens war – aus den Augen, aus dem Sinn.

 

 

Unser Bewusstsein ist ja nicht einfach da, sondern das Produkt immer neuer chemischer und elektrischer Prozesse. Es ist eine faszinierende Leistung, wenn das Ich dabei stabil bleibt – und sich nicht etwa über Nacht in die eine oder andere Richtung verrückt hat.

 

Auch heute treffen wir in der Öffentlichkeit immer seltener auf Menschen,

die uns mit einer psychischen Erkrankung konfrontieren könnten. 

Die Kliniken sind dafür umso voller.

Und die offiziellen Zahlen klingen alarmierend:

Danach wird jeder Zweite im Lauf seines Lebens psychisch krank,

jeder Vierte leidet irgendwann einmal unter einer Angststörung

und jeden Fünften sucht eine Depression heim.

 

Was einst ignoriert oder als unabänderliches Schicksal

hingenommen wurde, gilt heute als Einschränkung der Lebensqualität

und Fall für den Therapeuten.

 

Sind wir einfach nicht mehr so hart im Nehmen?

Zum Teil mag das sein, aber es ist dennoch ein Fortschritt,

dass erkrankte Menschen heute eher fachspezifisch behandelt werden,

als dass man sie weiterhin leiden lässt.

Denn man leistet sich eine teure Psychiatrie,

die stark auf Kliniken und stationäre Therapien baut.

Allmählich setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass

viele Patienten auch ambulant oder zu Hause betreut

werden können, und dies genauso gut und im Einzelfall

sogar oft kostengünstiger.

 

Dabei muss auch die Gesellschaft umdenken.

In einer Gesellschaft, in der reibungsloses Funktionieren und

munteres Auftreten zum guten Ton gehört,

mag das mancher als Zumutung erleben.

 

Doch sie dürfte heilsam sein.

 

Psychisch erkrankte Menschen würden seltener an

den Rand der Gesellschaft gedrängt und mit

ihrer Anwesenheit in allen Belangen der Gesellschaft

erinnern wir Gesunde daran, wie zerbrechlich und schützenswert

die seelischen Konstitution sein kann.

 

Beide Seiten wären in bester Gesellschaft.

 

Gelebte Inklusion ist für uns eine gesellschaftliche Notwendigkeit.

 

Inklusion kommt aus dem Lateinischen und es ist

hierbei ein „miteinbeziehen“ bei allen gesellschaftlichen

Belangen und Entscheidungen gemeint,

sozusagen als von Anfang an dazuzugehörend.

 

Die Freizeit- und Selbsthilfegruppe für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige in Kirchheim hat sich zur Aufgabe gemacht, krisenerfahrene, psychiatrieerfahrene Menschen sowie Angehörige und professionell Tätige aus dem psychiatrischen Umfeld zusammenzuführen, um gemeinsamen Vorurteilen entgegenzuwirken und ein menschliches Verständnis für diese Krankheitsbilder zu fördern.

 

Informationen und unmittelbare Begegnung sind da

bei der langjährigen Erfahrung nach am überzeugendsten.
 

Es ist normal, verschieden zu sein

 

Psychische Erkrankungen kommen in unserer Gesellschaft sehr

viel häufiger vor als im Allgemeinen angenommen wird.

Sie können in ihren vielfältigen Erscheinungsformen jeden treffen.

Diese Möglichkeit gehört individuell zum Wesen eines jeden Menschen.

 

Zugleich spiegeln psychische Erkrankungen uns zurück,

wie leer und hektisch unsere Welt zu werden droht.

 

Wie fragwürdig die aktuellen Maßstäbe wie

ewige Jugend und unbegrenzte Flexibilität längst geworden sind.

Psychisch erkrankte Menschen haben die gleichen Wünsche und

Bedürfnisse wie andere auch, sehnen sich nach Anerkennung,

sinnvoller Beschäftigung und nach liebevollen Begegnungen.

 

Gleichzeitig reagieren sie sehr empfindlich, sensibel,

viele sind oft auch verunsichert durch Reizüberflutung oder

einen zu hohen Geräuschpegel in ihrer Umwelt oder

durch zu grelles Licht ( erhöhte Lichtempfindlichkeit ).

Eigentlich kann man nur staunen,

welche Arbeit das Gehirn jeden Tag leisten muss.

  

Psychisch Kranke leiden besonders stark unter

Vorurteilen in der Bevölkerung

und unter sozialer Ausgrenzung.

Diese Stigmatisierung wirkt wie eine

zweite Erkrankung und macht therapeutische

Erfolge oft wieder zunichte.

 

Mehr Toleranz gegenüber Anderen und

mehr Sensibilität auch sich selbst gegenüber

bedingen sich gegenseitig

als Voraussetzung für seelische Gesundung.

  

Gaga, psycho, nicht ganz dicht,

wie wir über psychisch Kranke sprechen,

verrät viel über uns selbst.

 

Über den Wunsch, das Thema nicht zu nahe

kommen zu lassen und sich klar als

«Gesund» abzugrenzen.

 

Inklusion bedeutet für uns viel mehr als lediglich eine Integration

oder etwa eine Teilhabe.

 

Es sollte für jeden einzelnen als selbstverständlich angesehen werden,

dass alle Menschen gleichberechtigt in der Gesellschaft leben können,

unabhängig von individuellen Fähigkeiten, Geschlecht, Alter, sozialem Status, Behinderung, psychischer Erkrankung etc..

 

So selbstbestimmt, wie es die Situation ermöglicht,

an allen gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen,

also teilhaben zu können,

sich einbringen zu wagen,

auch da wohnen zu können, wo andere wohnen,

und dort arbeiten und lernen können, wo andere arbeiten und lernen,

die Freizeit verbringen können, wo andere ihre Freizeit verbringen

und vieles mehr...

 

Inklusionsbestrebungen sind deshalb für uns,

ein gemeinsames Verständnis dahingehend zu entwickeln,

dass die Vielfalt aller Menschen für uns

als bereichernd und sinnvoll angesehen werden kann. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übersicht

 

 

 


Gruppengespräche

 

Fachvorträge

 

Gegenseitige Hilfe

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Interessenvertretung

 

Informationen

 

Gespräche für Angehörige

 

Gruppengemeinschaft und Geselligkeit

 

Kreative Arbeit

 

Gegenseitiger Erfahrungsaustausch

 

 

 

 

 

Wöchentliche Treffen unter

 

Berücksichtigung unserer Gruppenregeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedanke zum Bestand unserer Freizeit- und Selbsthilfegruppe für psychisch erkrankte Menschen und deren Angehörige lautet Austausch und gegenseitige Hilfe in der Gruppe, Entfaltung von Gruppengeselligkeit und Gemeinschaft durch Freizeitaktivitäten sowie Austausch der Erfahrungen durch trialogische Veranstaltungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man kann sein Leben

 

nicht verlängern,

 

noch verbreitern

 

nur vertiefen

 

 

 

Eine Gesellschaft erkennt man daran,

 

wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Freizeitgruppe / Selbsthilfegruppe

 

für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige

 

 

 

Wir laden alle Interessierten

 

und Betroffenen ein,

 

jeden Donnerstag von 19 h – 21 h
im
Mehrgenerationenhauses Linde,

 

Zentrum für Begegnung, Jugend & Kultur,

 

Alleenstr. 90, Kirchheim unter Teck

 

 

 

teilzunehmen.


 

 

 

Unsere Gruppe findet während den

 

Schulferien 2018 in Baden-Württemberg

 

nicht statt;

 

 

 

an gesetzlichen Feiertagen

 

entfällt die Gruppe

 

 

 

Gemeinsame Wochenendaktivitäten finden nach vorheriger Absprache statt.

 

 

 

( * kurzfristige Planänderungen

 

 bleiben uns vorbehalten )

 

 

 

 

 

TRIALOG-Veranstaltungen 2018

 

im MGH LINDE

 

 

 

Mittwoch 07. Februar 2018 –

 

Angst-Störungen, Herr Heinrich

 

 

 

Mittwoch 09. Mai 2018 -
Vorstellung des Lehrgangs zur EX-IN Genesungsbegleitung,

 

Frau Engel

 

Mittwoch 11. Juli 2018 -
Ess-Störungen, Frau Hammann

 


Mittwoch 10. Oktober 2018 –

 

Der Arbeitskreis Leben Nürtingen – Kirchheim unter Teck stellt sich vor mit dem Schulprojekt „verrückt, na und“ ?,

 

Frau Alberth

 

 

 

Beginn jeder Veranstaltung jeweils um 19 h

 

im Mehrgenerationenhaus LINDE in

 

Kirchheim unter Teck

 

 

 

Ansprech- und Kontaktpersonen

 

Petra Besemer + Volker Zeibig

 

 Shg-gruppe-kirchheim@gmx.net

 

01575-6271207

 

 

 

 

 

 

 

Platz für eigene Notizen

 



 



 



 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

Ich möchte niemand anderem einen Weg
vorzeichnen, denn ich weiß,
 dass mir der Weg von einer Hand
vorgeschrieben wurde,
die weit über mich hinausreicht.

 

- C.G. Jung, Gerhard Wehr -

 

 

 

 

 

 

                               

 

 

                          

                               

 

 

                            Man kann sein Leben

nicht verlängern,

noch verbreitern –

nur vertiefen

 

Eine Gesellschaft erkennt man daran,

wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.

 

Freizeitgruppe / Selbsthilfegruppe

für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige

 

Wir laden alle Interessierten

und Betroffenen ein,

jeden Donnerstag von 19 h – 21 h
im
Mehrgenerationenhauses Linde,

Zentrum für Begegnung, Jugend & Kultur,

Alleenstr. 90, Kirchheim unter Teck

 

teilzunehmen.

 

Jahres-Programm 2017

Januar

 5. Januar – Gespräch / Blitzlicht

12. Januar – Freizeitaktivität
19. Januar – Gespräch / Blitzlicht
26. Januar - Freizeitaktivität

 

Februar

 2. Februar – Gespräch / Blitzlicht

 9. Februar – Freizeitaktivität

16. Februar – Gespräch / Blitzlicht
23. Februar – Freizeitaktivität

März

 2. März – Gespräch / Blitzlicht
 9. März - Freizeitaktivität

15. März – Veranstaltung TRIALOG

23. März – Gespräch / Blitzlicht
30. März - Freizeitaktivität

 

April

 6. April – Gespräch / Blitzlicht

27. April – Freizeitaktivität

 

Mai

 4. Mai – Gespräch / Blitzlicht

Mi. 10. Mai – Veranstaltung TRIALOG

18. Mai Freizeitaktivität

25. Mai – Gesetzlicher Feiertag

              Christi Himmelfahrt

 

Juni

 1. Juni – Gespräch / Blitzlicht

22. Juni –  Freizeitaktivität

29. Juni – Gespräch / Blitzlicht

 

Juli

 6. Juli – Gespräch / Blitzlicht

Mi. 12. Juli – Veranstaltung TRIALOG

20. Juli – Freizeitaktivität

 

August

Sommerferien

 

September

14. September – Gespräch / Blitzlicht

21. September – Freizeitaktivität

28. September – Gespräch / Blitzlicht

 

Oktober

 5.  Oktober – Freizeitaktivität

11. Oktober – Veranstaltung TRIALOG

19. Oktober –  Freizeitaktivität

26. Oktober – Gespräch / Blitzlicht

 

November

 9. November – Gespräch / Blitzlicht

16. November – Freizeitaktivität

23. November – Gespräch / Blitzlicht

30. November – Freizeitaktivität

 

Dezember

 7. Dezember – Gespräch / Blitzlicht

14. Dezember – Freizeitaktivität

21. Dezember – Gespräch / Blitzlicht

 

NEU

 

Ab 2017 werden die Freizeitaktivitäten

in der Gruppe eine Woche zuvor besprochen.

 

Themenabende mit Fachkräften werden

kurzfristig nach Ansage stattfinden. 

 

Folgende Themenabende werden gesondert angeboten:

 

-         Suizidprävention

 

-         Mobbing in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz

 

-         Familiäre Eskalation mit körperlichem und / oder

      seelischem Missbrauch

 

-         Depression

 

 

 

 

Die Gruppe findet während den Schulferien 2017

in Baden-Württemberg nicht statt:

 

23.12.2016 – 06.01.2017 Weihnachtsferien

10.04.2017 – 21.04.2017 Osterferien

06.06.2017 – 16.06.2017 Pfingstferien

27.07.2017 – 08.09.2017 Sommerferien

30.10.2017 – 03.11.2017 Herbstferien

22.12.2017 – 06.01.2018 Weihnachtsferien

 

An gesetzlichen Feiertagen entfällt

die Gruppe

siehe Programmplanung 2017

 

Gemeinsame Wochenendaktivitäten finden nach vorheriger Absprache statt.

 

( * kurzfristige Planänderungen

 bleiben uns vorbehalten )

 

Petra Besemer und Volker Zeibig

SHG-Gruppe-Kirchheim@gmx.net

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Angst als Brücke für Verständnis

Der 3.Kirchheimer Trialog schafft Räume für Austausch, Rat und Hilfe

 

Am 16.7. fand der 3. Kirchheimer Trialog in der LINDE statt. Neben geselliger Sommerfestatmosphäre überzeugte der Abend durch einen informativen Vortrag zum Thema Angst und Angststörungen und einer angeregte Diskussion mit vielen persönlichen Erfahrungsberichten und Tipps für Betroffene und Angehörige.

Herr List von der Freizeit- und Selbsthilfegruppe für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige eröffnete den Abend mit einem treffenden Satz, der sich im Laufe des Abends bewahrheiten sollte: „Angst ist ein Gefühl, dass wir alle kennen.“ Dadurch könne Angst als Brücke für Verständnis dienen und den Austausch über die Angststörung als psychische Erkrankung erleichtern. Als Hauptredner wurde Dipl. Psychologe Stefan Heinrich von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Nürtingen angefragt. Nachdem er zunächst darstellte, dass Angst ein zutiefst menschliches Gefühl und eine überlebenswichtige Funktion sei, definierte er demgegenüber die Angststörung als krankhaftes „Empfinden von Angst ohne realen Grund“. Er erläutere die spezifischen Störungsformen wie Panikstörung, Soziale Phobie und generalisierte Angststörung und betonte dabei mehrmals, dass die Ursachen für die Entstehung einer solchen Störung für die Behandlung nicht relevant seien. Im Gegenteil, in der Regel könne man gar nicht eine Ursache benennen, sondern vermute ein Zusammenspiel multipler Faktoren. Heinrich nennt mehrere erfolgreiche Therapieansätze, stellt aber klar, dass eine vertrauensvolle Beziehung zum Therapeut viel wichtiger sei. Grundlegend für die Behandlung sei die Annahme, dass Angst ein endliches Gefühl ist und man sie nur Überwinden kann, wenn man sich ihr immer wieder aussetzt. Je früher man Therapie in Anspruch nehme, desto erfolgversprechender sei sie. Vor allem aber brauche es die Mitwirkung des Betroffenen. Oft werden zunächst auch Medikamente wie Antidepressiva empfohlen, um die Handlungsfähigkeit des Betroffenen wiederherzustellen. Dies sollte in jedem Fall mit einem Psychiater abgestimmt sein.

In der anschließenden trialogischen Diskussion zwischen Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Fachkräften kam immer wieder die Frage auf, wie man Betroffenen helfen könne. Frau Martin, die Vertreterin der Angehörigenfraktion meinte dazu: „Wir können nicht helfen, wir können nur begleiten.“ Es erfordere Geduld und es sei wichtig, sich immer wieder Rat und Unterstützung von anderen zu holen. Ein Betroffener bestärkte dies: „Setzen Sie Grenzen, sonst leiden beide Seiten.“ Herr Heinrich forderte Angehörige dazu auf, die Verantwortung an den Betroffenen zurückzugeben und die Hilfsmaßnahmen zu reduzieren, um nicht eine Art Co-Abhängigkeit zu erzeugen. Eine Betroffene berichtete, dass ihr vor allem geholfen habe, dass ihre Therapeutin sie in akuten Angstzuständen immer wieder in die Gegenwart geführt habe. Sie habe gelernt sich selbst zu begreifen und zu spüren. Das passiere z.B. beim Sport und beim gemeinsamen Spazierengehen. Man müsse eben beständig dran bleiben.

Die angeregte Diskussion wurde moderiert von Anja Kirschner vom Sozialpsychiatrischen Dienst Kirchheim. Im Resümee betonte sie, dass der Trialog Spuren hinterlasse und heilsame Begegnungen ermögliche. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch das Gitarren-Mandolinen-Duo von Frau Bötsch und Herrn Özcan. Abschließend bleibt zu sagen, dass der Trialog sich langsam aber sicher zu einer wichtigen Institution in der psychiatrischen Hilfelandschaft zu etablieren scheint. Ein besonderer Dank geht hierbei an die Organisatorin Frau Besemer und ihre Selbsthilfegruppe.

Damaris Eisinger